Mode und Modekatastrophen in den 80ern
In modischen Fragen ist klar: die 80er Jahre gelten als das Jahrzehnt des schlechten Geschmacks: Es dominierten Schulterkissen, die auch die zierlichste Frau zu einem Schrank werden ließen, neonfarbene Leggins, Pullis und Jacketts, die aussahen, als hätte man sie Opa aus dem Schrank geklaut. Farben durften gerne in Pastell daherkommen, das galt auch und gerade für die Herren der Schöpfung. Don Johnson und sein Kollege von "Miami Vice" machten es vor: Echte Männer tragen rosa. Zudem war in den achtziger Jahren Gruppen- und Cliquenbildung angesagt. Und zu welcher Gruppe man gehörte oder gehören wollte, war an der Kleidung auf den ersten Blick zu erkennen. Punks machten es dem Einzelnen besonders einfach.

Man setzte auf den Schock-Effekt: Bunte Haare, enge Hosen und die obligatorische Bierflasche in der Hand. Hauptsache provozieren, lautete das Motto. Das stand im krassen Gegensatz zur Popper-Bewegung. Hier setzte man auf Coolness, trug Anzug und Krawatte und setzte sich durch Markenklamotten vom schnöden Rest der Welt ab. Gleiches galt auch für die Yuppies, die als kulturlose Jung-Karrieristen verschrien waren. Ungemein wichtig war das richtige Sportdress, das auch in anderen Freizeitbereichen zum Einsatz kam. Stirnbänder passend zum bauchfreien Aerobic-Kostümchen waren ein Muss. Auch wenn in den letzten Jahren modetechnisch ein 80er Jahre-Revival zu beobachten war, aus den schwersten Style-Sünden hat man gelernt.
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